Wolfgang Fortner Wolfgang Fortner (1907-1987)

wurde in Leipzig geboren und studierte hier Komposition und Orgel. Als Künstler und Lehrer (Professor an der Detmolder Musikakademie und der Freiburger Musikhochschule), als Mitgründer der Darmstädter Internationalen Ferienkurse und Organisator der Konzerte für zeitgenössische Musik in Heidelberg und Freiburg, als musikalischer Leiter des Heidelberger Kammerorchesters und Verantwortlicher der Münchener "musica viva" förderte er wie kaum ein Anderer zeitgenössische Komponisten und ihre Interpreten. Es war sein Plan, die Avantgarde zu konfrontieren mit klassischer Moderne (Schönberg, Berg, Webern). Als Komponist übte er sich in verschiedenen Modellen, um schließlich das Prinzip des "Ausschneidens eines Modus aus den 12 Tönen und das reihenfreie Verhalten innerhalb des Modus' " für sich zu entwickeln. Etwa 30 Lieder sind überliefert, die sich durch Konzentration, Verknappung und Deklamatorik als "An-Sprache" auszeichnen.

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Werke dieser CD und ihre Interpreten  

• Shakespeare-Songs (1946)  Ralf Lukas  Axel Bauni
• Widmungen (1981)  Christopher Lincoln  Axel Bauni  Details
Farewell (1981)  Stella Doufexis  Axel Bauni  Details
Vier Gesänge (1933)  Ralf Lukas  Axel Bauni  Details
• Nachgelassene Lieder  Christopher Lincoln  Axel Bauni  Details
Terzinen (1963)  Dietrich Fischer-Dieskau  Aribert Reimann Details

Biographien der Künstler

Stella Doufexis Mezzosopran

in Frankfurt am Main geboren, studierte an der Berliner Hochschule der Künste bei Prof. Ingrid Figur. Sie absolvierte darüber hinaus Meisterklassen bei Aribert Reimann und Dietrich Fischer-Dieskau und setzt heute ihre Studien bei Anna Reynolds fort. Die Sängerin ist regelmässig Gast auf den renommierten Opernbühnen und Konzertpodien Europas. In Großbritannien gab sie ihr Debüt in der Wigmore Hall im Rahmen der von Graham Johnson ins Leben gerufenen Liederabendreihe „International Songmakers“. Mit Graham Johnson nahm sie Schumann-Lieder für das Label Hyperion auf. Sie gibt Liederabende in allen wichtigen Musikzentren Europas und widmet sich neben dem barocken und klassischen Opern- und Konzertrepertoire auch Projekten zeitgenössischer Musik. In der edition zeitgenössisches lied ist sie mit Liedern von Blacher, Dessau, Fortner und Webern zu hören.

Christopher Lincoln Tenor

Der australische Tenor studierte am Victoria College von Melbourne und folgte nach etlichen
Auftritten an den Opernhäusern seines Heimatlands und am Theater von Neuseeland 1990 einem Engagement an die Kölner Oper. 1992 gab er die feste Bindung auf, um an wichtigen Opernhäusern Europas und in Übersee gastieren zu können. Neben seinem Fachrepertoire widmet sich der Sänger vor allem der zeitgenössischen Musik. So trat er bei der Expo 2000 in einer Uraufführung und einem Liederabend auf und verkörperte Rollen in Opern von Adriana Hölsky und Aribert Reimann.

Dietrich
Fischer-Dieskau
Bariton

Als Dietrich Fischer-Dieskau 1993 seine Sängerkarriere offiziell für beendet erklärte, mochte in der Musikwelt niemand so recht daran glauben. Zu sehr hatte man sich daran gewöhnt, den Künstler insbesondere als Liedsänger mehr als vier Jahrzehnte lang als eine Ausnahmeerscheinung zu betrachten. Mit vollendeter Beherrschung der Stimme und des musikalischen Ausdrucks war es Fischer-Dieskau wie keinem anderen vor ihm gelungen, ein vollkommenes Gleichgewicht von Dichtung und Musik herzustellen. Er hat das komplette Liedrepertoire des 19. Jahrhunderts gesungen und auf CD dokumentiert und dem Lied des 20. Jahrhunderts durch seine Künstlerpersönlichkeit beim Publikum zum Erfolg verholfen. Komponisten schrieben für ihn und widmeten ihm ihre Werke: so Wolfgang Fortner die "Terzinen" (auch Aribert Reimann gewidmet, der wiederum die Titelpartie seiner Oper "Lear" für den Sänger komponierte). Mit Reimann verbindet Fischer-Dieskau eine langjährige Künstlerfreundschaft, die sich in gemeinsamen Liederabenden bewährte. Bis heute kann sich der Künstler nicht ganz der Öffentlichkeit entziehen. Er tritt gelegentlich als Rezitator auf, stellt seine Bilder aus und schreibt Bücher.

Ralf Lukas
Bassbariton

in Bayreuth geboren, studierte an der Berliner Hochschule der Künste und belegte Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Hans Hotter. Sein erstes Engagement führte ihn an die Deutsche Oper Berlin, es folgten Gastengagements an wichtige Operhäuser im europäischen Raum, in Tel Aviv und Tokio. 1991 gewann der Sänger den 1. Preis sowie den Großen Preis beim Internationalen Vocalisten Concours 's-Hertogenbosch. Zahlreiche Liederabende und Konzertauftritte mit Werken des Oratorienrepertoires runden seine künstlerische Tätigkeit ab.

Aribert Reimann
Klavier

ist als Komponist wie ausübender Künstler gleichermaßen erfolgreich. Die kreative Begabung des gebürtigen Berliners zeigte sich bereits früh: Als Zehnjähriger komponierte er seine ersten Klavierlieder. Nach dem Abitur studierte er bei Boris Blacher und Ernst Pepping. Er begann seine Laufbahn als Pianist - vor allem als Liedbegleiter - und ist diesem Metier in Praxis und Lehre - ab 1974 als Professor für zeitgenössisches Lied an der Hamburger Musikhochschule, seit 1983 an der Berliner Hochschule der Künste - neben seiner schöpferischen Tätigkeit treu geblieben. Mit Dietrich Fischer-Dieskau hat Aribert Reimann vor allem Lieder des 20. Jahrhunderts, darunter viele eigenen Werke, aufgeführt.

Axel Bauni
Klavier

geboren in Ludwigshafen am Rhein, studierte an der Musikhochschule Mannheim/Heidelberg und an der Hochschule der Künste Berlin. Der Besuch der Liedinterpretationskurse bei Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann legte den Grundstein zukünftiger Zusammenarbeit. Sein spezielles Interesse gilt dem Lied des 20. Jahrhunderts; er hat zahlreiche Liedzyklen und Klavierwerke uraufgeführt. Gemeinsam mit Aribert Reimann gibt er die "edition zeitgenössisches lied" bei ORFEO heraus. Heute leitet er als Professor an der Universität der Künste Berlin eine eigene Liedklasse.

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