Hermann Reutter (1900-1985)
pflegte zum Lied eine intensive Beziehung, da er ein renommierter Liedbegleiter
bedeutender Sänger war und unzählige Meisterklassen in Amerika, Europa
und Japan für Liedkomposition und -interpretation gegeben hatte. In Stuttgart
geboren, studierte er an der Münchener Akademie der Tonkunst Komposition,
Klavier, Orgel und Gesang. 1936-1945 Direktor des Dr. Hoch'schen Konservatoriums
Frankfurt/Main, 1956-1966 Direktor der Musikhochschule Stuttgart, 1966-1974
Professor für Liedinterpretation an der Münchener Musikhochschule.
1950 komponierte er eine Nationalhymne, die sich aber nicht durchsetzen konnte.
Der mit dem Großen Bundesverdienstkreuz geehrte Komponist hinterließ
etwa 200 Lieder, die aus dem Bewußtsein der Tradition heraus behutsam
die Errungenschaften der Moderne reflektieren und einbeziehen.
Werke dieser CD und ihre Interpreten
Die Jahreszeiten (1957) Doris
Soffel Axel Bauni Details
Vier Lieder (1972) Doris
Soffel Axel Bauni Details
Fünf Lieder (1972)
Doris Soffel Axel Bauni Details
Drei Gesänge op. 56
(1943) Dietrich Fischer-Dieskau Aribert
Reimann Details
Drei Monologe des Empedokles (1966) Dietrich
Fischer-Dieskau Aribert Reimann Details
Fünf Lieder op. 58
(1947) Dietrich Fischer-Dieskau Aribert Reimann Details
Chamber Music (1972) Dietrich
Fischer-Dieskau Aribert Reimann Details
Biographien der Künstler
startete ihre internationale Karriere aus dem Ensemble des Württembergischen Staatstheaters heraus und ist heute eine gefragte Wagner-Sängerin, die an den wichtigen Operhäusern Europas und den USA gastiert. Ebenso hohes Ansehen genießt die Künstlerin als Konzert- und Liedsängerin.
Als Dietrich Fischer-Dieskau 1993 seine Sängerkarriere offiziell für beendet erklärte, mochte in der Musikwelt niemand so recht daran glauben. Zu sehr hatte man sich daran gewöhnt, den Künstler insbesondere als Liedsänger mehr als vier Jahrzehnte lang als eine Ausnahmeerscheinung zu betrachten. Mit vollendeter Beherrschung der Stimme und des musikalischen Ausdrucks war es Fischer-Dieskau wie keinem anderen vor ihm gelungen, ein vollkommenes Gleichgewicht von Dichtung und Musik herzustellen. Er hat das komplette Liedrepertoire des 19. Jahrhunderts gesungen und auf CD dokumentiert und dem Lied des 20. Jahrhunderts durch seine Künstlerpersönlichkeit beim Publikum zum Erfolg verholfen. Komponisten schrieben für ihn und widmeten ihm ihre Werke: so Wolfgang Fortner die "Terzinen" (auch Aribert Reimann gewidmet, der wiederum die Titelpartie seiner Oper "Lear" für den Sänger komponierte). Mit Reimann verbindet Fischer-Dieskau eine langjährige Künstlerfreundschaft, die sich in gemeinsamen Liederabenden bewährte. Bis heute kann sich der Künstler nicht ganz der Öffentlichkeit entziehen. Er tritt gelegentlich als Rezitator auf, stellt seine Bilder aus und schreibt Bücher.
ist als Komponist wie ausübender Künstler gleichermaßen erfolgreich. Die kreative Begabung des gebürtigen Berliners zeigte sich bereits früh: Als Zehnjähriger komponierte er seine ersten Klavierlieder. Nach dem Abitur studierte er bei Boris Blacher und Ernst Pepping. Er begann seine Laufbahn als Pianist - vor allem als Liedbegleiter - und ist diesem Metier in Praxis und Lehre - ab 1974 als Professor für zeitgenössisches Lied an der Hamburger Musikhochschule, seit 1983 an der Berliner Hochschule der Künste - neben seiner schöpferischen Tätigkeit treu geblieben. Mit Dietrich Fischer-Dieskau hat Aribert Reimann vor allem Lieder des 20. Jahrhunderts, darunter viele eigenen Werke, aufgeführt.
geboren in Ludwigshafen am Rhein, studierte an der Musikhochschule Mannheim/Heidelberg und an der Hochschule der Künste Berlin. Der Besuch der Liedinterpretationskurse bei Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann legte den Grundstein zukünftiger Zusammenarbeit. Sein spezielles Interesse gilt dem Lied des 20. Jahrhunderts; er hat zahlreiche Liedzyklen und Klavierwerke uraufgeführt. Gemeinsam mit Aribert Reimann gibt er die "edition zeitgenössisches lied" bei ORFEO heraus. Heute leitet er als Professor an der Universität der Künste Berlin eine eigene Liedklasse.