Wolfgang Rihm (*1952)
wurde in Karlsruhe geboren, an deren Musikhochschule er bereits während der Schulzeit studierte. Mit seinen beiden Kammeropern "Faust und Yorick" und vor allem "Jakob Lenz" (1978) hatte er einen großen Erfolg, der sich in Stipendien, Preisen und Einladungen z. B. zu den Darmstädter Ferienkursen niederschlug. Seitdem gehört er zu den prägenden Gestalten der deutschen Neuen-Musik-Szene. Rihms uvre umfasst Werke für fast alle Besetzungen, darunter mehrere immer wieder nach neuen Formen suchende Musiktheaterprojekte. Rihms charakteristischer, den Ausdruck ins Zentrum setzender Personalstil ist bereits in den noch zur frühen Studienzeit entstandenen (hier erstmals eingespielten) Gesängen op.1 angelegt: die Vertonung zumeist expressionistischer Texte setzt eruptive Ausbrüche extrem leisen, zurückgenommenen Passagen gegenüber.
Werke dieser CD und ihre Interpreten
Vier Gedichte aus "Atemwende"
(1973) Ursula Hesse Axel Bauni
Das Rot (1990) Christoph
Prégardien Siegfried Mauser
Gesänge op. 1 (1968-70)
Ulrike Stöve Tatjana Blome
Neue Alexanderlieder (1979)
Yaron Windmüller Axel Bauni
Biographien der Künstler
wurde in Bückeburg geboren, studierte Gesang an der Berliner Hochschule der Künste bei Ingrid Figur und besuchte Liedinterpretationskurse bei Brigitte Fassbaender und Aribert Reimann. Ihr großes künstlerisches Spektrum umfaßt neben dem klassischen Konzert- und Oratorienrepertoire sowohl Werke des Frühbarock als auch zunehmend zeitgenössische Musik. Zu den Komponisten, deren Werke sie uraufführte, zählen Luigi Nono, Mauricio Kagel, André Jolivet und Arvo Pärt. Sie ist gleichermaßen auf der Opernbühne zu Hause als auch Mitwirkende bei experimentellen Projekten.
Die gebürtige Kölnerin studierte an der Hochschule der Künste Berlin und war Stipendiatin und Absolventin von Meisterkursen unter anderem bei Brigitte Fassbaender und Aribert Reimann. Sie wurde mehrfach Preisträgerin nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe. Neben ihrer Operntätigkeit ist die Sängerin häufig auf dem Konzertpodium zu erleben. Ihre große stilistische Bandbreite umfasst das klassische Lied- und Konzertrepertoire ebenso wie die Interpretationen zeitgenössischer Werke (z.B. Rihm, Reimann, Webern, Widmann, die auch als CD-Einspielungen veröffentlicht sind). In der edition zeitgenössisches lied ist sie mit Liedern von Reimann, Rihm und Webern zu hören.
Geboren in Limburg begann Christoph Prégardien seine musikalische Laufbahn als Domsingknabe. Später studierte er Gesang bei Martin Gründler und Karlheinz Jarius in Frankfurt, Carla Castellani in Milano und Alois Treml in Stuttgart, sowie Liedgesang bei Hartmut Höll an der Frankfurter Musikhochschule. Heute ist er ständiger Gast auf allen bedeutenden Konzertpodien und an den großen europäischen Opernhäusern. Ganz besonders geschätzt ist Christoph Prégardien als Liedsänger. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinen bevorzugten Klavierpartnern Michael Gees und Andreas Staier, mit denen er Liederabende rund um den Globus gibt.
Der vielseitige Sänger ist gleichermaßen im Opern- und Konzertbereich erfolgreich und repräsentiert die neue Generation von Liedsängern, begleitet von renommierten Pianisten wie Christoph Eschenbach, Robert Levin und Axel Bauni. Ein besonderes Verdienst kommt ihm für die Interpretation zeitgenössischer Musik zu. Enge Zusammenarbeit verbindet den Künstler mit Komponisten wir Reimann, Hosokawa, Bialas, Franke, Rihm, von Bose u.a., die ihm immer wieder die Uraufführung neuer Werke anvertrauen. Im Rahmen des Kultur- und Veranstaltungsprogramm im Deutschen Pavillon der EXPO 2000 in Hannover zeichnete er zusammen mit Axel Bauni für die Konzeption der Projektwoche "Lied:Strahl" verantwortlich. Yaron Windmüller ist Professor an der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater und Künstlerischer Leiter des Opernstudios der New Israeli Opera in Tel Aviv. In der edition zeitgenössisches lied ist er mit Liedern von Blacher und Rihm zu hören.
wurde in Dortmund geboren und erhielt Klavierunterricht bei ihrem Vater. 1982 gewann sie den Steinway-Wettbewerb und gab daraufhin zahlreiche Konzerte. Nach absolviertem Grundstudium der Germanistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin nahm sie ihr Musikstudium an der Hochschule der Künste bei Heidrun Holtmann und György Sebóc auf und besuchte regelmäßig die Liedinterpretationskurse von Aribert Reimann. Sie widmet sich mit Vorliebe dem Lied des 20. Jahrhunderts und wurde mit Förderpreisen und Stipendien unterstützt.
in Straubing geboren, verfolgte eine künstlerische Laufbahn sowohl als Pianist wie auch als Musikwissenschaftler, der 1981 promovierte. Von 1981-1983 war er Dozent für Klavier und Musikwissenschaft an der Musikhochschule in München, 1984 Professor an der Musikhochschule Würzburg und lehrt seit 1988 am Mozarteum in Salzburg. Seine pianistische Tätigkeit führte ihn in die wichtigen Musikzentren Europas und der USA. Er spielte das gesamte Klavierwerk von Paul Hindemith, Karl Amadeus Hartmann und Alexander Zemlinsky auf CD ein. Gleichzeitig widmet er sich der Forschung als Herausgeber musikwissenschaftlicher Werke und verfaßte zahlreiche Schriften zu den Themen Musikalische Analyse, Musikästhetik und Musikgeschichte des 19. Und 20. Jahrhunderts.
geboren in Ludwigshafen am Rhein, studierte an der Musikhochschule Mannheim/Heidelberg und an der Hochschule der Künste Berlin. Der Besuch der Liedinterpretationskurse bei Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann legte den Grundstein zukünftiger Zusammenarbeit. Sein spezielles Interesse gilt dem Lied des 20. Jahrhunderts; er hat zahlreiche Liedzyklen und Klavierwerke uraufgeführt. Gemeinsam mit Aribert Reimann gibt er die "edition zeitgenössisches lied" bei ORFEO heraus. Heute leitet er als Professor an der Universität der Künste Berlin eine eigene Liedklasse.